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7 November 2019

Emmanuel Hauptmann

RAM Active Investments RAM (Lux) Systematic Funds -Emerging Markets Equities

Der RAM (Lux) Systematic Funds – Emerging Markets Equities Fund schloss mit 3,98%* (Anteilsklasse Ip USD, nach Gebühren). Damit hielt er mit dem MSCI Emerging Markets TRN$ Schritt, der 4,22% verbuchte. Die Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China und der Optimismus mit Blick auf den Brexit verhalfen Risikoanlagen weiter nach oben. Dennoch zog sich die Eintrübung zahlreicher makroökonomischer Indikatoren wie ein roter Faden durch den Berichtsmonat. Obwohl Anzeichen dafür bestehen, dass sich die durch protektionistischen Druck verursachte Schwäche über das verarbeitende Gewerbe hinaus ausbreitet und das weltweite Wachstum überschattet, konzentrierten sich die Märkte stattdessen auf die Unterstützungsmaßnahmen der Zentralbanken. Die Schwergewichte unter den Schwellenländern China und Indien boten Einblick in ihre Wirtschaftslage. In China sank die Produktionstätigkeit den sechsten Monat in Folge. Die Fed senkte die Zinsen erneut um einen viertel Prozentpunkt und signalisierte damit, dass die Politik genau den Vorstellungen der Währungshüter entspricht. Die wichtigste Frage für Anleger lautet, ob sich das überdurchschnittliche Abschneiden von Schwellenländeraktien durch die Abschwächung ihrer Wirtschaftsdaten rechtfertigen lässt. Unsere Value- und GARP/Momentum-Strategien schnitten am besten ab, während Defensive und Maschinelles Lernen natürlich in diesem Umfeld nicht Schritt halten konnten und die Performance bremsten. Positive Performancebeiträge kamen von Positionen innerhalb unserer Momentum-Strategie in China (Kommunikationsdienstleistungen) und Südafrika (Nicht-Basiskonsumgüter), dessen relative Untergewichtung gegenüber dem Index sich ebenfalls auszahlte. Unsere sorgfältige Titelselektion zahlte sich vor allem in zyklischen Sektoren mit hohem Beta wie Kommunikationsdienstleistungen und IT in diesem Jahr kräftig aus für den Fonds. Südkoreanische Titel belasten unsere Strategien jedoch unverändert. Die relative Übergewichtung des Industriesektors schmälerte das Fondsergebnis stark, da der Abschwung im Computerchip-Segment und die globalen Handelskonflikte hier weiter belasteten. Auf Sektorbasis machten Kommunikationsdienstleistungen die Verluste von letztem Monat wieder wett, während Nicht-Basiskonsumgüter die Renditen weiter nach oben trieben. Die relative Übergewichtung ausgewählter Titel aus dem Industrie- und Immobiliensektor gegenüber dem Index bescherte unterdessen Verluste.

*Quelle: RAM Active Investments