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30 August 2019

Maxime Botti

RAM Active Investments RAM (Lux) Systematic Funds - Long/Short European Equities Maxime Botti Partner & Senior Systematic Equity Fund Manager

 Der RAM (Lux) Systematic Funds – Long/Short European Equities Fund erzielte im August eine Rendite von 0,51%* (Anteilsklasse I EUR, nach Gebühren). Die anfänglichen Turbulenzen legten sich im Laufe des Monats, da sich die Kurse von Aktien die zuvor etwas weniger empfindlich auf die Drohungen im Handelsstreit reagierten, stabilisierten. Nach dem Ausverkauf im Berichtsmonat haben Zykliker den tiefsten Stand gegenüber defensiven Werten seit mehr als drei Jahren erreicht. Die Risikoscheu kehrte an die Märkte zurück, weil das Wiederaufflammen des Handelskonflikts zwischen den USA und China, die weniger milden Töne der US-Notenbank Fed und die absolut enttäuschenden Konjunkturdaten den Märkten Verluste bescherten. Angesichts der Hoffnung auf eine Lösung im Handelskonflikt kam es Ende August zu einer Kursrally, die einen erneuten Anstieg der Risikobereitschaft belegte und ein schwieriges Umfeld für die gezielte Titelauswahl unseres Fonds bereitete. Erstklassige Mega Caps wurden an den europäischen Märkten weiterhin mit Aufschlägen gehandelt, nachdem diese defensiven Werte einen glänzenden Monat verzeichneten und ihre Bewertungen gleichzeitig stiegen. Das bedeutete zusammen mit der natürlichen Diversifizierung unseres Fonds, dass wir nicht umfassend von diesem Performancetrend profitieren konnten. Im Großen und Ganzen verdankte der Fonds seine positive Performance vor allem unserem Short-Book, wobei vor allem die Short-Momentum- und Short-Quality-Strategien Alpha erzeugten. Auf der Short-Seite warten wir darauf, dass sich unsere Positionierung auszahlt, da die Finanzierungskosten nach wie vor extrem niedrig sind. Eine Verstärkung des Abwärtsdrucks könnte katastrophale Folgen für diese hoch verschuldeten Unternehmen haben, für die eine Refinanzierung ihrer Schulden teurer werden könnte. Auf Länderbasis bescherten ausgewählte Short-Positionen in Irland, Spanien und Österreich hohe Gewinne, die allesamt nicht mit dem Gesamtmarkt Schritt hielten. Die Titelauswahl in den Niederlanden brachte dagegen Verluste ein. Auf Sektorebene wirkten sich Long-Positionen auf Versorger und Basiskonsumgüter positiv auf die Portfolioerträge aus, während wir im Finanzsektor Verluste verbuchten.

*Quelle: RAM Active Investments