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9 August 2019

Thomas de Saint-Seine

Der RAM (Lux) Systematic Funds - Global Sustainable Income Equities Fund legte um +6,01%* (Ip USD-Klasse - ohne Gebühren) zu und entwickelte sich damit leicht schlechter als der MSCI World High DY TRN Index, der +6,40% verzeichnete.  Trotz eines relativ verhaltenen Monatsbeginns gab es Ende Juli einige gravierende Ereignisse. Innerhalb von drei Tagen flammte der weltweite Handelskrieg wieder auf, als US-Präsident Trump mit einem Zoll von 10% auf weitere chinesische Waren im Wert von 300 Mrd. USD drohte, und die US-Notenbank mit ihren Äußerungen angesichts des vorsichtigen Ausblicks Enttäuschung hervorrief. Zu Beginn des Berichtszeitraums hatte die EZB sich ihre Optionen offengelassen und die Zinsen nicht angetastet. Gleichzeitig hatte sie aber ein umfangreiches Lockerungspaket, unter anderem mit Zinssenkungen und der Wiederaufnahme der Anleihekäufe (QE), angekündigt. Der S&P500 übertraf die Marke von 3000 Punkten und markierte einen neuen historischen Höchststand. Chinas Wirtschaft kühlte sich fast unbemerkt weiter ab und sank mit einem Wachstum von 6,2% auf den tiefsten Stand seit 27 Jahren. Die Reaktion des Marktes auf diese Zahlen war relativ verhalten. Die Verluste bei unseren Positionen in Nordamerika schmälerten das Fondsergebnis spürbar. In den USA bescherten Basiskonsumgüter und in Kanada Industriewerte während des Monats die größten Verluste, während Titel aus dem Nicht-Basiskonsumgütersektor weltweit eine steile Kursrally verzeichneten. Unsere Übergewichtung in Asien und unsere Untergewichtung in Europa und Nordamerika wirkten sich ebenfalls negativ aus (allerdings im Hinblick auf Nordamerika nicht wesentlich). Zugleich schnitten Large Caps besser ab als Small und Mid Caps, was das Fondsergebnis ebenfalls belastete. In unserem europäischen Modell brachte die deutliche Untergewichtung bei Basiskonsumgütern in der Schweiz Verluste ein, da diese steil nach oben gingen. Im Hinblick auf positives Alpha fanden unsere Modelle einige attraktiv bewertete Industriewerte in Großbritannien. Daneben wirkte sich auch die Untergewichtung französischer Energietitel positiv aus. Auf Sektorebene fielen die Verluste bei Basiskonsumgütern am stärksten aus, was auf eine deutliche Untergewichtung in diesem Sektor zurückzuführen war. Unsere außerordentlich gute Titelauswahl bei Nicht-Basiskonsumgütern half, die Performance über den Berichtsmonat zu steigern.  

*Quelle: RAM Active Investments