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11 April 2019

Thomas de Saint-Seine

Der RAM (Lux) Systematic Funds - Global Sustainable Income Equities Fund gab im Monatsverlauf um 0,32%* nach (Anteilsklasse Ip USD, nach Gebühren). Damit blieb er hinter dem MSCI World High DY TRN Index zurück, dessen Entwicklung 1,29% betrug. Globale Aktien setzten ihre Rally fort und erzielten solide Zugewinne. Damit bauten sie ihre Aufwärtsdynamik im Zuge eines der besten Quartale seit fast zehn Jahren weiter aus. Im Großen und Ganzen befeuerten Finanz- und IT-Unternehmen die Rally. Der starke Berichtsmonat war teilweise dem Ausbleiben von Negativmeldungen und dem Optimismus über die Handelsgespräche zwischen den USA und China zu verdanken. Außerdem wirkten sich die gemäßigten Töne der US-Notenbank positiv auf die Risikobereitschaft aus. Das wichtigste grundlegende Thema war die deutliche Underperformance von Substanz- gegenüber Wachstumswerten. Letztere notierten weiterhin zu ausgereizten Bewertungen, insbesondere in den Sektoren IT und Kommunikationsdienste in Asien, wobei unsere Modelle natürlich abseits dieser Hot Spots diversifiziert waren. Ein Beispiel für diese sich abschwächenden makroökonomischen Daten war der europäische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der im März auf einen Stand von lediglich 45 (50 deutet auf Stabilität hin) einbrach, während die Frühindikatoren vermuten ließen, dass das Wachstum im zweiten Quartal sogar noch schwächer ausfallen könnte. Am negativsten im Fonds war in der Tat unser Substanzschwerpunkt in unserem europäischen Modell, wo wir in Anbetracht der schlechteren Wertentwicklung dieser Aktien deutlich hinter dem Markt zurückblieben. Auf Länderebene waren die USA am negativsten, da unsere beträchtliche Untergewichtung des IT-Sektors sehr nachteilhaft war. Ebenso unvorteilhaft war unsere Auswahl unter Basiskonsumgütertiteln. Wir konnten in unserem Asien-Modell ein gewisses Alpha verzeichnen. Hier waren die Übergewichtung von Australien und Neuseeland sowie die Aktienauswahl in diesen beiden Ländern günstig. Auf Sektorebene beschränkten sich die Verluste auf unsere Auswahl unter Basiskonsumgütertiteln. Außerdem litten wir unter einer ungünstigen Aktienauswahl im Bereich Kommunikationsdienste, die indes von unserer dortigen relativen Untergewichtung aufgefangen wurde. Ansonsten wurde unser starker Titelauswahleffekt im Bereich Nicht-Basiskonsumgüter fast vollständig von unserem schwachen Allokationseffekt zunichte gemacht.

*Quelle: RAM Active Investments