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15 März 2019

Thomas de Saint-Seine

RAM Active Investments  RAM (Lux) Systematic Funds - European Equities Maxime Botti Partner & Senior Systematic Equity Fund Manager

Nach der Outperformance im Januar wies der RAM (Lux) Systematic Funds – European Equities Fund eine Underperformance gegenüber seiner Benchmark auf. Seine Rendite betrug 2,34%* (Anteilsklasse Ip-EUR, nach Gebühren), während der MSCI Europe TRN um 4,15% stieg. Die Kehrtwende der US-Notenbank vom Dezember unterstützte Aktien weiterhin. Dadurch war den zweiten Monat in Folge eine Aufwärtstendenz möglich. Obwohl die Daten aus Europa besonders schwach ausfielen, konnten europäische Aktien mit ihren US-Pendants Schritt halten. Auch ETFs nutzten diese positive Entwicklung, wobei die liquiditätssüchtigen passiven Anleger einerseits weiterhin in die größten Indextitel drangen, während sie Gewinne anderer Titel undifferenziert mitnahmen. Für unseren diversifizierten Anlagestil, der sich auf qualitativ hochwertige Aktien konzentriert, war diese starke Markterholung äußerst nachteilig, weshalb unsere relative Underperformance deutlich ausfiel. Bei einer Betrachtung der Strategien blieben während des Monats eindeutig Defensive und vor allem Value zurück. Auch Momentum entwickelte sich schlecht, und lediglich unsere Strategie des maschinellen Lernens (ML) erzielte gegenüber dem breiteren Markt eine Outperformance. Aus Sektorsicht ergaben sich unsere Verluste aus einer schwachen Titelauswahl bei Aktien mit hohem Beta im Finanz- und Gesundheitswesen. Im Finanzsektor belastete unsere Übergewichtung britischer und italienischer Werte stark. Im Gegensatz dazu trug die Auswahl Schweizer Informationstechnologiewerte in unserer Strategie des maschinellen Lernens deutlich zur Eindämmung der Verluste bei. Unter den Ländern war sowohl die Titelauswahl in der Schweiz als auch ihre Untergewichtung nachteilig, und auch die schwache Aktienauswahl in Schweden belastete. Die Auswahl britischer Nicht-Basiskonsumgüter erwies sich im Monatsverlauf jedoch als äußerst positiv. Abschließend sind wir der Meinung, dass die Schwierigkeiten für die fundamentale Aktienauswahl während der letzten sechs Monate zu einer stärkeren Bewertungsabweichung am Markt beigetragen haben. Dadurch könnten unsere Strategien von einer erneuten Bewertungskonvergenz profitieren.

 *Quelle: RAM Active Investments