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August 2018 - Schwellenländer setzen ihren Rückgang fort - Kommentar des Fondsmanagers Systematic

16 September 2018

RAM Systematic Fund

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Schwellenländer setzen ihren Rückgang fort

Die steigende gesamtwirtschaftliche Unsicherheit, höhere Zinsen und eine Aufwertung des US-Dollars führten zu einer moderaten Verschärfung der weltweiten Finanzierungsbedingungen. Dadurch wurden Schwachstellen erkennbar, die vor Kurzem noch durch die reichliche globale Liquidität verborgen waren. Vor diesem Hintergrund gaben die weltweiten Aktien tendenziell nach. Gleichzeitig kam es zu einem jähen Rückgang der Schwellenländer, da die Unsicherheit über die weltweiten Handelsaussichten und die Lage in der Türkei einen unangenehmen Monat verursachten. Im August erlebten wir die Rückkehr sowohl der Risikoabneigung als auch der Volatilität, da die unterschiedliche Performance der Industrie- und Schwellenländer zunehmend deutlich wurde.

Die Türkei gab im August in den Schwellenländern den Ton an, wobei Aktien der Schwellenländer hinter dem breiteren Markt zurückblieben (siehe unten). Einen deutlichen Gegensatz zu den Problemen in der Türkei stellte die Marktentwicklung in den USA dar, wo der Nasdaq die Marke von 8.000 Zählern durchbrach. Der technologielastige Index erlebte im bisherigen Jahr eine fast unwirkliche Entwicklung, obwohl das Schreckgespenst des Handelskrieges zwischen den USA und einigen Schwellenländern (einschließlich der Türkei und China) allgegenwärtig ist.

Die Schwierigkeiten der Türkei

Die Türkei befand sich im August unter erheblichem Druck, wobei die inländische Inflation auf 17,9% stieg und die Lira ihren größten Monatsrückgang seit Februar 2001 erlebte. Infolge des zunehmenden Drucks auf die türkische Wirtschaft hat RAM sein Engagement im Modell von 5% auf 2,2% angepasst. Obwohl die Situation in der Türkei ernst ist, bleibt sie lösbar. Um die Entwicklung zumindest kurzfristig zu ändern, müsste die Regierung auf einen haushaltspolitisch disziplinierten Kurs übergehen und der Zentralbank entschiedene Zinserhöhungen gestatten. Die Umsetzung einer langfristigen Lösung ist schwieriger. Sie erfordert harte Arbeit und setzt eine Strukturreform mit einer Haushaltskonsolidierung voraus. Bisher erscheint das Risiko einer ernsthaften Ansteckung der Eurozone oder anderer Schwellenländer begrenzt, da die Schwächen der Türkei landesspezifisch zu sein scheinen. Obwohl die Zeiten für die Schwellenländer schwierig sind, erwarten wir eine ähnliche Entwicklung wie im Mai. Im Rahmen der Turbulenzen führt eine höhere Volatilität zu einer größeren Streuung, woraus sich für fundamental orientierte Stockpicker Gelegenheiten ergeben.

Monatsgrafik

Trotz der steigenden Unsicherheit sind wir der Ansicht, dass noch immer viel für Anlagen in Schwellenländeraktien spricht, ein selektives Vorgehen und eine Diversifikation aber entscheidend sind. Wir haben die niedrigste Bewertung seit 2016 erreicht, wodurch sich den Anlegern möglicherweise gute Einstiegsgelegenheiten in dieser Anlageklasse bieten.

Quellen : RAM Active Investments & Bloomberg
(daten: 09.30.2008 bis 31.08.2018)