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Februar2020 – Der Virus enthüllt bereits bestehende Instabilitäten im Markt – Kommentar des Fondsmanagers Systematic

10 März 2020

Thomas de Saint-Seine

 

Die weltweiten Märkte reagierten auf den Ausbruch des Coronavirus mit einem unterschiedlichen Maß an Verzweiflung sowie zunehmender Volatilität (der VIX stieg auf 54,39, seinen höchsten Stand seit dem 20. Januar 2009) und versetzten die Anleger in Angst vor einer zumindest kurzfristigen Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Im Februar stießen Anleger Aktien ab und schichteten in als sichere Häfen geltende Anlagen wie US-Staatsanleihen um, was dazu beitrug, dass die Finanzierungskosten in den USA auf Rekordtiefs sanken. Das Virus ist zwar tatsächlich ein Problem, wir sind jedoch der Überzeugung, dass es lediglich bereits vorhandene Instabilitäten nach einem Haussemarkt aufgedeckt hat, der sich auf die Liquidität der Zentralbanken und auf Kapitalflüsse passiver Anleger gestützt hatte und nicht von fundamentalen Argumenten getragen wurde.
Der Beginn des laufenden Jahres war für die weltweiten Aktienmärkte der drittschlechteste seit 1990. Aus unserer Sicht lässt sich die derzeitige Lage aufgrund der Länge des aktuellen Konjunkturzyklus und der Übertreibungen an den Finanzmärkten wahrscheinlich am ehesten mit den frühen 2000er Jahren vergleichen.

Performance des MSCI World TRN USD Index (31. Dezember bis Ende Februar) seit 1999

RAM AI - Performance des MSCI World TRN USD Index (31. Dezember bis Ende Februar) seit 1999

Quelle: Bloomberg, RAM AI, Stand: 28. Februar 2020

Das Virus erschüttert mit mittlerweile über 100.000 Infizierten und mehr als 3.400* Todesfällen weiterhin weltweit Märkte und politische Entscheidungsträger gleichermaßen, und das trotz der koordinierten Maßnahmen der weltweiten Zentralbanken (die Fed senkte ihren Leitzins um 50 Bp.). Die potenziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt sind die größte Sorge, aber Anleger sollten sich auch über die Diversifizierung und Anpassbarkeit ihrer Portfolios Gedanken machen, da es immer wahrscheinlicher wird, dass die Konsequenzen für die Unternehmensgewinne erheblich sein werden. Die mittelfristige Aktienkursentwicklung wird weitgehend von den Unternehmensgewinnen bestimmt, sodass die Konjunkturabschwächung wahrscheinlich einen Einfluss haben wird und folglich eine bedeutende Korrektur der Gewinnprognosen unausweichlich macht.
Bei derart schnellen Marktentwicklungen sind Anpassbarkeit und Positionierung für Manager von entscheidender Bedeutung, um einen Beitrag zur Minderung der derzeit zu beobachtenden Volatilität zu leisten. Unsere diversifizierte und defensive Positionierung in unserem Spektrum liquider Alternativen dürfte uns in die Lage versetzen, unseren Kurs in dieser unruhigen See beizubehalten. Die jüngste Neugewichtung (beispielsweise) unserer RAM Long/Short European Equities Strategy hat eine zyklische Risikoreduzierung aufgedeckt. Das Engagement in Nicht-Basiskonsumgüter- und IT-Titeln wurde zugunsten von defensiveren Sektoren wie Versorger und Telekommunikationsunternehmen reduziert. Dieses derzeitige Umfeld bietet insbesondere neben den extremen Ineffizienzen, die in den vergangenen zwei Jahren gewachsen sind, für unsere Strategien überzeugende Gelegenheiten.
Die durchschnittliche Korrelation unserer RAM Long/Short European Equities Strategy mit traditionellen Vermögenswerten ist seit je her gering. Der Fonds ist darauf ausgelegt, durch einen marktneutralen Ansatz Nutzen aus der Streuung zu ziehen. Da Liquidität, Diversifizierung und Performancefaktoren aus mehreren Quellen im Mittelpunkt des Anlageprozesses des Fonds stehen, sind wir überzeugt, dass er bestens gerüstet ist, um in einem Umfeld erhöhter Volatilität Kurs zu halten.

Korrelation des RAM Long/Short European Equities Strategy mit traditionellen Vermögenswerten

RAM AI - Korrelation des RAM Long/Short European Equities Strategy mit traditionellen Vermögenswerten

Quelle: Bloomberg, RAM AI, 31. März 2009 bis 28. Februar 2020

*Entnommen von https://www.worldometers.info/coronavirus/, Stand: 6. März 2020

 

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