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14 Februar 2020

Thomas de Saint-Seine

RAM Active Investments  RAM (Lux) Systematic Funds - European Equities Maxime Botti Partner & Senior Systematic Equity Fund Manager

Der RAM (Lux) Systematic Funds – European Equities Fund verlor -1,36%* (Anteilsklasse Ip-EUR, nach Gebühren), der MSCI Europe TRN gab dagegen um -1,26% nach. Die Ausbreitung eines tödlichen Virus von China aus beherrschte im Berichtsmonat die Schlagzeilen und die Stimmung. Die europäischen Märkte kamen aber im Vergleich zu ihren Pendants in den Schwellenländern und weltweit relativ ungeschoren davon. Dort standen die politischen Entwicklungen in Italien und Großbritannien im Mittelpunkt. Die britische Notenbank BoE startete in das neue Jahr, indem sie die Fortsetzung ihrer Politik und den aktuellen Leitzins von 0,75 Prozent sowie eine weiter eingeschränkte quantitative Lockerung bestätigte. Der Beschluss, das Zinsniveau beizubehalten, stieß bei Anlegern auf Enttäuschung. Sie scheinen sich daran gewöhnt zu haben, dass ihre Risiken von den Zentralbanken abgefedert werden. Aus makroökonomischer Sicht verzeichnete Großbritannien mit mageren 0,6% das schwächste Wachstum seit 2012. Die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland deuten auf eine Belebung der Nachfrage hin und scheinen den Handelskonflikt verdaut zu haben, der die Wirtschaft letztes Jahr an den Rand einer Rezession brachte. Luigi di Maio löste mit seinem Rücktritt als Chef der Fünf-Sterne-Bewegung eine Krise in Italiens Koalitionsregierung aus. Die Aussicht auf ein Comeback von Matteo Salvini überschattete die Märkte über weite Teile des Monats, was italienischen Finanzwerten starke Verluste bescherte. Unser Low Vol/Defensive-Strategie entwickelte sich im Berichtsmonat vergleichsweise überdurchschnittlich und sichert das Portfolio ab. Unsere GARP/Momentum-Strategie generierte ebenfalls solides Alpha. Value und Machine Learning taten sich in einem für Value Stock Picker schwierigen Monat dagegen schwer. Auf Sektorebene beschränkten sich die Verluste auf ausgewählte Industrie- und Basiskonsumgütertitel, bei Letzteren hauptsächlich aufgrund der deutlichen Untergewichtung gegenüber dem Index. Die zyklische Titelauswahl im Finanz- und Nicht-Basiskonsumgütersektor brachte dagegen positive Wertzuwächse, während die Auswahl im Grundstoffsektor eine zusätzliche Alphaquelle bescherte. Auf Länderebene machten Verluste aus unserer relativen Übergewichtung in Dänemark (Gesundheitssektor) und der Untergewichtung in der Schweiz (Basiskonsumgüter) die Gewinne in unseren Modellen in Großbritannien (Nicht-Basiskonsumgüter) und den Niederlanden (Energie) zunichte. 

*Quelle: RAM Active Investments