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7 November 2019

Emmanuel Hauptmann

Der RAM (Lux) Systematic Funds – Global Sustainable Income Equities Fund beendete den Oktober mit einem Plus von 3,19%* (Anteilsklasse Ip USD, nach Gebühren). Damit übertraf er die Entwicklung des MSCI World High DY TRN Index, der um 2,41% zulegte. Die Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China und der Optimismus mit Blick auf den Brexit verhalfen Risikoanlagen weiter nach oben. Dennoch zog sich die Eintrübung zahlreicher makroökonomischer Indikatoren wie ein roter Faden durch den Berichtsmonat. Obwohl Anzeichen dafür bestehen, dass sich die durch protektionistischen Druck verursachte Schwäche über das verarbeitende Gewerbe hinaus ausbreitet und das weltweite Wachstum überschattet, konzentrierten sich die Märkte stattdessen auf die Unterstützungsmaßnahmen der Zentralbanken. Dabei lieferten die weltweiten Zentralbanken 2019 einen ungewöhnlichen spätzyklischen expansiven Höhepunkt, der dazu beitrug, die bereits langwährende Expansion der Wirtschaft fortzusetzen. Die Leitzinssenkung der Fed zum Ende des Berichtszeitraums war der letzte Schritt dieses geldpolitisch expansiven Vorstoßes. Das Problem für die Zentralbanken bleibt das Gespenst der Inflation, die weiter ansteigt, während das Wachstum nachlässt. In Europa bleibt die Wirtschaftsaktivität verhalten. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist rückläufig, und die Produktivität in Großbritannien fällt im höchsten Tempo seit fünf Jahren. Bei den Schwellenländern boten China und Indien Einblick in ihre Wirtschaftslage. In China sank die Produktionstätigkeit den sechsten Monat in Folge. In den USA verlangsamen sich die Produktion und die Unternehmensinvestitionen weiterhin deutlich. Trotz dieses Umfelds konnten wir mit unserem nordamerikanischen und asiatischen Selektionsmodell eine positive Performance erzielen, während Europa mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Bei den Ländern generierten die USA ein umfangreiches Alpha, wobei sich Titel mit höherem Beta im IT- und im Gesundheitssektor ebenso als hilfreich erwiesen wie unsere Untergewichtung im Versorgungssektor. In Japan entwickelten sich Titel aus dem Gesundheitssektor positiv, und auch Chinas Versorgungssektor erwies sich als ertragreiches Jagdrevier. Dagegen mussten wir Verluste aus einem nachteiligen GBP-Engagement in Großbritannien hinnehmen, durch die die Gewinne aus der Aktienauswahl wieder aufgezehrt wurden. Ansonsten belastete die Auswahl deutscher Nicht-Basiskonsumgüter und Industriewerte die Performance.   

*Quelle: RAM Active Investments